Mantras und Inseln

Avatar of SP Stadt Bern SP Stadt Bern - 09. Juli 2010 - BLOG, Verkehr

Von Felix Hauser

«Der Inselbus trägt die Nummer 11 und fährt vom Neufeld auf der neuen Strecke ins Inselareal .» Dieses Mantra wird von der Regionalen Verkehrskonferenz (RVK) wiederholt, bis die Trolleybus-Oberleitungen glühen. Schliesslich war sie es, die das Konzept Inselbus-Erschliessung» erdacht hat und damit die Hintere Länggasse von einem tauglichen öffentlichen Verkehr abschneiden wollte.

Zum Glück scheiterte der erste Anlauf in der Abstimmung im Berner Stadtrat. Die AG Stadtentwicklung der SP Stadt Bern brachte daraufhin den Vorschlag «2012» ein, der einerseits die Diskussionen hätte entkrampfen sollen und andererseits rasch realisierbar gewesen wäre. Kurz gesagt, wäre nach dieser Idee die Linie 11 so gefahren wie bis jetzt. Die Linie 20 hätte als Durchmesserlinie neu das Inselspital erschlossen und eine neue Linie Wankdorf-Bahnhof-Länggasse den jetzigen Takt in Wyler und Lorraine sichergestellt und den heute überlasteten Abschnitt in die Länggasse parallel zur Linie 12 verstärkt. Aber eben: Das Ideenmonopol liegt offenbar bei der RVK und den anderen «interessierten Kreisen». Nur diese waren schliesslich auch zur Vernehmlassung eingeladen. Nach den letzten Gesprächen stimmt nun auch die SVP - vertreten durch Zwei- bis Vierradfahrer Jimy Hofer - der Vorlage zu, ohne genau zu wissen, worum es geht.

Die SP hat nicht nichts erreicht. Der neue Vorschlag beinhaltet eine nochmalige Verdichtung des Taktes Richtung Güterbahnhof und eine bessere Abstimmungen der Haltestellen am Bahnhof. Die ganze Vorlage bleibt aber eine typische Insel-Lösung und bringt den angrenzenden Quartieren keine Verbesserungen.

Die Kommentarfunktion ist für diesen Artikel deaktiviert.

0 Kommentare